Dresden, eine barocke Stadt

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Dresden, eine barocke Stadt 2019-09-21T18:18:39+00:00
Setembre 2019

Dresden, auch  Elbflorenz  oder Nordflorenz genannt, liegt an der Elbe und ist die Hauptstadt des Bundeslandes Sachsen. Das liegt sicher daran, weil die Stadt viele Kunstwerke besitzt und ausstellt. Aber Florenz ist hauptsächlich eine Renaissancestadt und Dresden hat viel mehr Barock, sowohl die Altstadt am linken Ufer der Elbe als auch die Neustadt, am rechten Ufer.

Dresden kann auf  eine lange Geschichte verweisen und gehörte  bis 1918 zum Deutschen Kaiserreich.. Ein altes Adelsgeschlecht, die Wettiner, begannen das Land ab dem 10. Jahrhundert zu regieren und im 15. Jahrhundert wurden sie Kurfürsten des Heiligen Römischen Reiches. Herausragende Figur in der Blütezeit des Landes war Friedrich August I, der Starke, Kurfürst und Herzog von Sachsen, gleichzeitig bekannt als August II. König von Polen-Litauen.

Zwei Monate vor  dem Ende des Zweiten Weltkrieges erlitt Dresden starke Luftangriffe; mehr als 27 Tausend Menschen kamen  ums Leben  und  85% der Stadt wurden von den Aliierten zerstört. Das hat die Geschichte der Stadt bestimmt.

Das berühmte und historische Zentrum Dresdens befindet sich am linken Elbufer. Von dem anderen Ufer aus hat man eine schöne Aussicht auf die Dresdner Frauenkirche, die Hofkirche oder  Kathedrale, das Residenzschloss oder die Semperoper.

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Altstadt und Elbe von der Marienbrücke aus

Dresden

Frauenkirche im Zentrum; Augustusbrücke im Vordergrund

Frauenkirche am Neumarkt. Dieser monumentale protestantische Kirche ist das alte und neue Wahrzeichen der Stadt. Zwischen 1726 und 1743 wurde sie errichtet. Der Anlass war eine lutherianische Reaktion auf den Übertritt zum Katholischen Glauben des sächsischen Kurfürsten. Um König von Polen-Litauen werden zu können musste man katholisch sein.

Am 13. und 14. Februar 1945wurde die Frauenkirche zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb die ruinöse Frauenkirche für ein halbes Jahrhundert wie eine symbolische Mahnung. Nach 12 Jahren des  Wiederaufbaus wurde sie  2005 wieder eröffnet. Die schwarzen Steine des Gebäude sind Brandmerkmale aus der Zertörung durch Phosphorbomben.  Am Neumarkt Platz gibt es zwei Statuen zu bewundern:  die eine neben die Kirche mit Martin Luther; etwas weiter entfernt, die andere mit dem Wettinischen Kurfürsten Friedrich August, dem Starken.

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Frauenkirche am Neumarkt; links im Vordergrund, Martin Luther

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Freuenkirche: Alte schwarze Steine

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Das Innere der Frauenkirche

Am Theaterplatz, dem Herz  der Altstadt, liegen die Katholische Hofkirche, das Residenzschloss, der Zwinger, die Semperoper und die Elbe mit der Augustusbrücke.

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Theaterplatz von der Oper aus: Hofkirche und Residenzschloss

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Von der Theaterplatz aus: Residenzschloss, Hofkirche und Semperoper

Katholische Hofkirche. Die barocke  Kirche wurde zwischen 1738 und 1751 von August dem Starken errichtet. Warum eine katholische Kirche in einer überwiegend lutherischen Stadt? Weil August II. König  des  katholischen Polen-Litauens werden wollte und er seine Bekehrung  mit diesem Bau bezeugen wollte. Im lutherischen Sachsen musste ein solcher  Kirchenbau unter strenger Geheimhaltung geplant werden. Nach der Zerstörung im  Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche  bis 1965 wieder aufgebaut und gleichzeitig zur Kathedrale und Bischofssitz des Bistums Dresden- Meißen erhoben.  Die Spuren der Zerstörung sind an den unterschiedlichen Färbungen der Steine zu sehen.

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Die Katholische Hofkirche von rechten Ufer aus

Residenzschloss und Fürstenzug. Der Renaissancebau entstand erstmals im ausgehenden 15. Jahrhundert als neues Machtzentrum der sächsischen Kurfürsten und Könige.  Das Schloss wurde umgebaut und heutzutage beherbergt es das berühmte Grüne Gewölbe, einer Staatlichen Kunstsammlung. Der Kirschkern mit seinen 185 Gesichtern ist eines der vielen Ausstellungsstücke. An einer Außenwand des Schlosses in der  Augustusstraβe, ist der Fürstenzug zu bewundern. Es handelt sich um ein 101 Meter langes Wandbild aus 23 000 Meissener Porzellanfliesen, worauf  die Herrscher des Hauses Wettin als Reiterzug dargestellt sind.

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Innere des Residenzschloss: Bogenhalle im Stallhof

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Der Fürstenzug, eine Einzeltheit

Zwinger. Über den Ruinen einer alten Festung wurde von 1710 bis 1728 als Orangerie und höfischer Festspielplatz erbaut. Heute beherbergt er eine Gemäldegalerie Alte Meister, den Mathematisch-Physikalischen Salon und eine Porzellansammlung.

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Zwinger

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Zwinger. Der Haupteingang mit dem polnische Krone

Semperoper. Sie wurde zwischen 1838 und 1841 von Gottfried Semper errichtet und sie wurde von der Bombardierung Dresdens am 13. und 14. Februar 1945 zerstört.  Der Wiederaufbau erfolgte ab 1977, die Wiedereröffnung wurde 1985 wieder eröffnet mit dem letzten Werk  dort aufgeführt: “Freischütz” von Carl  Maria von Weber. Eine Gruppe von neun Personen besuchten genau das Innere des Gebäude.

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Semperoper am Theaterplatz

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Die Oper, eine der Halle

 Andere Sehenswürdigkeiten von Dresden sind, unter anderen: Der Albertinum am Brühlsche Terrasse, die Brühlsche Terrasse ist der Elbbalkon; die Kunstakademie mit einer Glaskuppel; die Tabakmoschee Yenidze. Und in der Neustadt: die Pfunds Molkerei und der Goldener Reiter.

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Die Pfunds Molkerei, in der Neustadt

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Tabakmoschee Yenidze

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Denkmal am Bahnhof Neustadt

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Yadegar Asisi: Dresden 1945

 

Meiβen, Wiege von Sachsen

Die Stadt Meißen liegt am Elbe, 25 km entfernt nordwestlich von Dresden. Sie war eine befestigte und angrenzende Stadt und dort enstand sich die Herzogtum von Sachsen. Der Meißner Dom und die Albrechtsburg auf dem Burgberg neben der Elbe prägen die Skyline von Meißen. Die Albrechtsburg wurde von den  Fürsten Ernst und Albrecht zwischen 1461 und 1525 errichtet; aber sie bewohnten nie die Burg, weil sich das Machtzentrum  in Dresden befand.

Zwei Sehenswürdigkeiten sollte man  in Meißen besuchen: einerseits den Dom und die Albrechtsburg, andererseits die Staatliche Porzellanmanufaktur. Meißen ist berühmt für die Herstellung von Porzellan. Seit 1708 ist dort Porzellan hergestellt worden und das erstmals in Europa. Nach vielfältigen Versuchen gelang es  dem städtischen Johan Friedrich Böttger eine Formel und  Methode,zu finden, um Porzellan  herzustellen. Die Albrechtsburg war von 1710 bis 1864 das einzige Zentrum der Herstellung. Heutzutage locken eine moderne Manufaktur und ein Museum  viele Besucher und Käufer in die Stadt.

Meißen

Meißner Dom

Meiβen

Meiβen, Albrechtsburg

Meiβen

Meiβen, Albrechtsburg, Kapelle

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Meiβen. Staatliche Porzellanmanufaktur: ein Schritt des Verfahren

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Meiβen. Staatliche Porzellanmanufaktur: ein Schritt des Verfahren

Meißen

Meißen, Frauenkirche

Meißen

Meißen, zwei Einzeltheiten: Dom und Burg